Einschulung Teil 2 - Waschbären gegen Menschen
- Christian

- 30. Mai 2021
- 2 Min. Lesezeit
Nachdem der offizielle Teil mit Öffentlichkeitswirkung sowie Romys erste Schulwoche vorüber waren, ging es an den inoffiziellen Teil. Kirsche organisierte einen Ausflug in den Parc Oméga Montebello. Uns sollten ursprüngliche Flora sowie größtenteils domestizierte Fauna erwarten - sowie ein nicht ganz kleiner Schreck.

Am frühen Abend bezogen wir unsere Hütte, holten in kanadischer Manier das Feuerholz und die Axt aus dem Wagen und entzündeten das Feuer. Denn schließlich wollten die Grillwürste und das Stockbrot zubereitet werden.
Bei bereits hereingebrochener Nacht zogen wir es vor, das Essen auf der Hüttenterrasse zu genießen. Nach den ersten Bissen vernahmen wir alle zusammen unbekannte Geräusche im Dunkeln. Nach genauerem Hinhören und Hinschauen, entdeckten wir mitten im Wald direkt an unserer 20m entfernten Feuerstelle vier Waschbären. Die Kollegen hatten nur eines im Sinn ... Fressen! Und zwar die Stockbrotreste an unseren zurückgelassenen Stöckern.
Sogleich schnappte ich mir Bens Taschenlampe (Danke Stelzers an dieser Stelle) und einen gut in der Hand sitzenden Knüppel.
An der Feuerstelle angekommen, erschrak die Viererbande und ging zunächst auf 10m Abstand. Ich machte mich ans Zusammenpacken aller Sachen, immer wieder mit dem Lichtkegel in die Richtung der Allesfresser leuchtend.
Doch dann versagte plötzlich die Lampe und begann zu flackern, um letztlich gar zu erlöschen (wer war fürs Aufladen verantwortlich?). Uff, die vier Jungs nahmen das zum Anlass immer etwas näher zu kommen, ich musste mich sputen. Immer wieder erwachte das Licht für einen kurzen Augenblick. Dies trieb die hungrigen Mäuler dann auch jedes Mal wieder etwas zurück.
Den Bollerwagen vollgepackt, trat ich mit dem Rücken zur Hütte den Rückweg an. Dort erwarteten mich Ben und Kirsche schon sehnsüchtig und hievten mit mir den Wagen auf die Terrasse. Die Futterneider hatten diesmal das Nachsehen und wir beschlossen, den Rest des Abends IN der Hütte zu verbringen und früh der bereits schlafenden Romy Gesellschaft zu leisten.
Am nächsten Morgen waren wir dadurch um so schneller wach, denn auch die Party fiel aus, da Romy einfach zu sehr von ihrer ersten Schulwoche geschafft war.
Der Ruhe im Wald nicht trauend, war uns selbst der Toilettengang auf die Bio-Lösung (Plumsklo mit Sägespänen) im Außenbereich nicht ganz geheuer. Aber wir blieben tapfer und trotzten sowohl dem Respekt sowie dem kräftigen Regenguss.
Danach ging es vollgepackt mit unseren beiden Bollerwagen zum in 1km entfernten Auto. Auf dem Weg stießen wir auf eher friedlichere aber auch nicht wirklich weniger hungrige Nachbarn. Der ein oder andere ließ sich mit einer Möhre besänftigen.
Doch wer dachte, dass der Appetit dieser Erdenbewohner schon groß war, wurde während der anschließenden 1h-Fahrt durch den Naturpark eines Besseren belehrt.
Danach galt es erst einmal durchatmen und auf dem Wolfs-Thron ausruhen:
Um dann umzusatteln - auf ein rasendes Ross.:

Dreimal darf geraten werden, welche Art der Fortbewegung am meisten bei den Mitreisenden ankam, zumal jeder fahren durfte - wo kein Blitzer, da kein Knäulchen :-)
Fazit: Ein tolles Erlebnis, was wir auch all unseren Besuchern empfehlen können. Die Übernachtung kann hier auch in einem Wolfshaus erfolgen, mit einem riesigen Panoramafenster in den Schlafzimmern, die direkt an ein Wolfsgehege grenzen.
Fazit/Klarstellung: Es gibt nur zwei wahre Thronanwärterinnen















































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