Höchstleistung mit 6 HS
- Christian

- 11. Apr. 2021
- 3 Min. Lesezeit
Wenn man S sagt muss man auch H sagen. Und so stand fest, dass wir nicht nur das Erlebnis des Schneemobilfahrens kennen lernen wollten sondern auch die Kraft, die Geschwindigkeit und vor allem das unbeschreibliche Gefühl einer Hundeschlittenfahrt.

Die Peter-Crew ist bereit:
dicke Klamotten? - check!
Sonnen-/Schneebrille? - check!
Fettcreme im Gesicht? - check!
Handschuhe - oops...bin gleich wieder da..
Bereits in der Ferne können wir die aufgeregten Huskys hören, die uns mit ihrem Bellen anzutreiben schienen.
Es bedurfte keiner langen Einweisung und ab ging es, denn bei dem vielen Gebell hätten wir eh nicht viel verstanden. Eines blieb jedoch hängen "das ist die Bremse, die müsst ihr immer drücken, wenn ihr steht". Vorneweg fuhren die zwei Guides mit 8 Hunden, dann Kirsche & Ben mit 6 Hunden. Die Nachhut bildeten Romy mit Papa ebenfalls mit 6 Kraftpaketen.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Die Hunde waren so motiviert, dass wir anfangs immer wieder auf den Bremsen standen, um nicht auf die Vorderfrau aufzufahren. Nach ca. 20min hatten unsere vierbeinigen Motoren dann ihr Betriebsklima erreicht und es schlich sich ein gleichmäßiges Ziehen ein. So war hier und da auch mal Zeit, einen kurzen Fotostopp einzulegen, den die Hunde vor allem zum Abkühlen nutzten (?).

Ja wirklich, wir hatten auch an diesem Tag -15 Grad Celsius. Doch diese Temperaturen sind für die Schlittenhunde viel zu warm. Also warfen sich die Jungs, wann immer es ging in den Schnee....

...oder schauten sich die beeindruckende Umgebung an.
Anfangs dachten wir, oh man, die armen Hunde, die lassen jetzt schon die Zunge heraushängen, bis uns der Guide aber beruhigte und meinte, dass auch das ein Zeichen dafür ist, dass sie sich versuchen abzukühlen....ist klar, aber was soll man machen. Die Jungs sind eher bei -30 Grad Celsius so richtig zufrieden.

Auf dem Rückweg machten dann die 6 Hunde von Romy und mir ein wenig schlapp... bestimmt hatte Romy am Morgen ein Ei zu viel gegessen. Also bekamen wir noch einen von Kirsche und Ben...dann hielten alle Gespanne wieder das gleiche Tempo.
Auch auf dem Rückweg genoss Romy die lange Fahrt über das ebene Feld mit einem kurzen aber tiefen Schlaf - eingemummelt in ihre Decken und Felle. Ben durfte sogar die letzten 500m durfte dann sogar ein Gespann allein steuern...da war das Grinsen groß.
Dann ging es ans Abschnallen der Hunde, natürlich wurden sie zum Dank gestreichelt...jeder Einzelne der zwanzig Jungs und Mädels. Spannend war auch zu sehen, dass die Hunde tatsächlich die ganze Zeit, auch nachts im Winter, draußen in ihren Hundehütten lebten. Und dort gab es viele Hundehütten.

Völlig begeistert und auch ein wenig erhitzt traten wir nach einem kurzen Bad im Schnee den Heimweg an und fachsimpelten über unsere Gespanne. Denn die Guides erklärten uns auch, dass sie den Charakter jedes Hundes genau kennen. Denn das ist notwendig, weil nicht jeder Hund mit jedem anderen an einem Schlitten eingespannt werden kann.
Zudem lernten wir auch, dass ganz vorn ein Leithund das Gespann anführt - der Hund mit Köpfchen. Hinten, also kurz vor dem Schlitten befanden sich die Kraftprotze. Das waren die Jungs, die immer lautstark das Bellen anfingen, als wir wagten anzuhalten..."warum geht es nicht weiter"..."wuff"..."sind wir zum sightseeing hier oder zum rennen"..."wuff".
Outtakes: Auch auf diesem Trip machten wir die Erfahrung, dass man auch mit einem Hundeschlitten umfallen kann. Kirsche und Ben pilotierten dies bei einer Wende um einen Baum herum. Romy und ich sahen das und wollten es besser machen. Nun gut, wir sind zwar nicht umgefallen, dafür an besagtem Baum hängen geblieben. Aber hey, was einen nicht umbringt, macht einen stark.









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